GV 2026: Eindrücklicher Vertrauensbeweis für die Bankwerker

Schinzenhof, Horgen, 27. März 2026.
Die Temperaturen sind kühl an diesem Märzabend, die Stimmung im Saal hingegen ist warm und getragen von Vertrauen, Nähe und einer klaren gemeinsamen Ausrichtung. Im Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr berichten die Bankwerker offen und transparent von Erfreulichem, aber auch von Herausforderungen, denen sich die gesamte Branche gegenübersieht.
Zwischen Herausforderungen und klarem Kurs
Verwaltungsratspräsidentin Dr. Karin Mari-Lutz ordnet die Situation in ihrer eindrücklichen Rede ein: «Das wirtschaftliche Umfeld 2025 war von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Kriegerische Auseinandersetzungen, eine unberechenbare Politik seitens der USA mit hohen Zöllen und die Schwäche eines ungeeinten Europa beeinflussten die Märkte.» Auch die Bank Thalwil sah sich mit anhaltend tiefen Zinsen, steigenden technologischen Anforderungen und zunehmender Regulierung konfrontiert. Ganz im Sinne des Genossenschaftsgedankens begegnen die Bankwerker solchen Entwicklungen seit 1841 mit Leidenschaft, Tatkraft und Verantwortung. So wurden 2025 Budgets gezielt gestrafft und Massnahmen konsequent umgesetzt, wie CEO Sandro Meichtry bestätigt: «Die Massnahmen haben bereits Wirkung gezeigt. Im zweiten Halbjahr 2025 haben sich die Zahlen gegenüber dem ersten Halbjahr deutlich verbessert.»
Fokus auf Zukunft und Kundennähe
An der strategischen Ausrichtung halten die Bankwerker fest. Karin Mari-Lutz konkretisiert: «Wir haben jedoch die Prioritäten etwas anders gesetzt und legen den Fokus auf jene strategischen Initiativen und Massnahmen, die das Kosten-Ertrags-Verhältnis unmittelbar verbessern.» Sichtbar wird dieser Fokus in konkreten Projekten. Die Bank investiert in ihre digitale Zukunft, entwickelt ihre Beratungs- und Vertriebsaktivitäten weiter und schafft neue Angebote für Kundinnen und Kunden. Dazu zählen unter anderem Programme für Zuzüger, eine neue Digital-Banking-Lösung sowie die innovative App des Schweizer FinTech-Unternehmens Kaspar&. Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter honorieren an diesem Abend den Vorwärtskurs der Bankwerker mit deutlichen Signalen: Sie nehmen alle Anträge und Wahlen mit überwältigendem Mehr an, spenden mehrfach Szenenapplaus und belohnen die engagierten Bankwerker am Schluss mit lang anhaltendem Beifall.
Ein Abend, der verbindet
Auch der anschliessende gesellschaftliche Teil unterstreicht die besondere Atmosphäre. Die 320 anwesenden Genossenschaftsmitglieder geniessen ein feines Nachtessen und anregende Gespräche. Höhepunkt ist ein musikalisches Erlebnis der Extraklasse. Publikumsliebling Nicolas Senn (Donnschtig-Jass, Potzmusig) liefert sich am Hackbrett ein mitreissendes Duell mit dem Keyboarder Elias Bernet und bringt den Saal zum Beben. Als der letzte Applaus verklungen ist, machen sich die Gäste mit dem traditionellen Bankwerker-Honig und vielen schönen Eindrücken auf den Heimweg. Und immer wieder ist zu hören: «Gäll, Schatz, das war wieder ein rundum gelungener, bereichernder Abend – wie jedes Jahr.» Was bleibt, ist mehr als ein gelungener Abend. Es ist das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die auch in bewegten Zeiten zusammensteht und ihren Weg geschlossen weitergeht.